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Prof. Dr.-Ing. Reimar Leschber

Reimar Leschber (geb. 1929 in Berlin) war nach dem Studium der Chemie und Tätigkeit in der Industrie seit 1963 Mitarbeiter im Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesgesundheitsamtes, das er 1993 als stellvertretender Institutsdirektor verließ. Zu seinen herausragenden Aufgaben in dieser Zeit gehörte die Beratung der Bundesregierung bei der Vorbereitung der Phosphathöchstmengenverordnung und geltenden Klärschlammverordnung. In den Jahren 1970 bis 1990 hatte er den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Analytische Methoden“ der konzertierten Aktionen COST 68 und 681 der Europäischen Kommission zur Behandlung und Verwertung von Klärschlamm.

In der Normung ist Reimar Leschber seit Mitte der 1970er Jahre tätig, zunächst als Mitarbeiter und ab 1979 als Obmann des Unterausschusses „Schlamm und Sedimente“ im Arbeitsausschuss „Wasseruntersuchung“ des NAW, dem er seit August 1979 bis heute auch als Mitarbeiter angehört.

Mit Beginn der Normungsarbeiten zur Untersuchung von Böden übernahm er 1987 die Obmannschaft des damaligen NAW VI 1 „Bodenbeschaffenheit“. Seither ist er Leiter der deutschen Delegation zu den Sitzungen des ISO/TC 190 „Bodenbeschaffenheit“.

Mit der Gründung des CEN/TC 308 für die europäischen Normungsarbeiten zur Untersuchung von Schlämmen übernahm Reimar Leschber den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Analysenverfahren“. Mit Beginn der europäischen Normungsarbeiten zur Charakterisierung von Böden ist er auch Mitglied der deutschen Delegation CEN/TC 345 „Charakterisierung von Böden“. Im Rahmen der Neuentwicklung sog. „horizontaler“ EN-Normen koordiniert er den Bereich „Organische Mikroverunreinigungen“ in Böden, Klärschlammen und Bioabfällen.

Reimar Leschber wurde 2004 für seine mehr als 30-jährige Tätigkeit in der Normungsarbeit mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.